Kahnfahrten vom Gr. Spreewaldhafen Lübbenau

Unser Tipp: Kahnfahrten vom Gr. Spreewaldhafen Lübbenau
Die Spree und ihr Nebenfluss Dahme bilden oder durchfließen dabei verschiedene Seenketten bzw. ermöglichen den wasserseitigen Zugang zu großflächigen, vor allem bei Seglern beliebten Seen. Auch Kanuten finden hier idyllische Strecken. Viele sind sogar exklusiv nur für den muskelbetriebenen Verkehr zugelassen.

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Spreewald
Der Spreewald ist eine Mischung aus Natur- und Kulturlandschaft, wie man sie nirgendwo sonst in Europa findet. Die Spree verzweigt sich dort in unzählige Fließe, die zusammen eine Gewässerlabyrinth mit einer Gesamtlänge von etwa tausend Kilometer bilden. Nicht nur diese einmalige Gewässerlandschaft macht das Besondere des Spreewaldes aus. Die Wiesen und Felder, Wälder und Fließe sind auch Lebensraum einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Um die Eigenheit und Schönheit des Spreewaldes zu bewahren wurden sowohl Ober- als auch Unterspreewald durch die UNESCO als Biosphärenreservat ausgezeichnet. Zur Besonderheit des Spreewaldes gehört auch die sorbisch-wendische Kultur, die ihren Ausdruck auch in einem speziellen Brauchtum und in einer Zweisprachigkeit findet. Am besten sichtbar wird dies in den pittoresken Spreewaldstädtchen und –siedlungen des Oberspreewaldes wie Lübben und Lübbenau, Lehde, Leipe und Burg.

Lage und Erreichbarkeit

Der Spreewald liegt im südöstlichen Brandenburg zwischen Cottbus im Süden und dem Schwielochsee und Dahmegewässern im Norden. Eine Gewässervernetzung besteht im Norden mit den Dahmengewässern über den Dahme-Umflut-Kanal und die Krumme Spree. Nach Süden geht es flussaufwärts über die Cottbusser Spree und Spremberg bis nach Sachsen.

Gewässerprofil

  • Der Spreewald ist zweigeteilt in Ober- und Unterspreewald. Die Stadt Lübben bildet das Scharnier. Gut zwei Drittel der Fließe liegen im Oberspreewald. Insgesamt können etwa 300 Gewässerkilometer mit dem Kanu befahren werden.
  • Für motorisierte Sportboote ist das Befahren des gesamten Spreewaldes verboten. Zur Bewahrung der Landschaft dürfen einige Fließe auch von Kanuten nicht befahren werden. Das Übernachten, Zelten sowie das Einsetzen der Boote und das Rasten sind nur an den dafür ausgewiesenen Standorten erlaubt. Auch darf nur maximal bis eine Stunde nach Sonnenuntergang gepaddelt werden.
  • Grundsätzlich ist das Paddeln im Spreewald einfach und ungefährlich. Der gesamte Spreewald ist staureguliert, so dass im Regelfall wenn überhaupt eine nur sehr geringe Strömung vorherrscht. Die Fließe sind deshalb in beide Richtungen zu befahren. Bei Hochwasser kann mitunter gerade auf den Hauptstrecken auch eine stärkere Strömung bestehen, insbesondere im Unterspreewald. Das Paddeln stromaufwärts ist dann nicht zu empfehlen.
  • In den Ortslagen vor allem im Oberspreewald sind gerade an den Wochenenden häufig viele Spreewaldkähne unterwegs. Kanuten sind verpflichtet, den Kähnen Vorfahrt zu gewähren.
  • Insbesondere im Oberspreewald gibt es zahlreiche Schleusen und Wehre. Letztere können entweder umtragen werden oder es stehen Bootsrutschen zur Verfügung. Die Schleusen können manuell durch die Paddler bedient werden, häufig gibt es aber gegen einen kleinen freiwilligen Obolus eine Hilfestellung durch ortsansässige Personen. Um möglichst wenig Wasser zu verbrauchen, sollten wenn möglich, die Bootsrutschen genutzt werden.   

Wassersport

  • Das einzigartige Gewässersystem bietet Kanuten zahlreiche Rundtourmöglichkeiten, die je nach individuellem Gusto variabel gestaltet werden können. Gerade Familien finden deswegen dort ideale Bedingungen. Durch die individuelle Kombination verschiedener Fließe entstehen unzählige Tourenvarianten für Tagestouren in ganz unterschiedlicher Dauer angefangen von kurzen zweistündigen Touren rund um die Ortslagen bis zu ganztägigen Tagestouren.
  • Auch Kanuten, die mehrtägige Streckentouren unternehmen wollen, kommen im Spreewald voll auf ihre Kosten. Von Burg bis nach Leibsch, dem nördlichen Eingangstostor zum Spreewald, sind es etwa 50 Kilometer, die vielen Tourenvarian-ten nicht eingerechnet. Außerdem kann wer will die Tour auf der sich anschließenden Krummen Spree bis nach Beeskow, Schwielochsee oder sogar weiter bis nach Berlin noch verlängern.
  • Im Spreewald gibt es durch die vielen Gaststätten zahlreiche Anlegemöglichkeiten. Hinzu kommen attraktive Kanurastplätze häufig auch mit der Möglichkeit dort zu zelten. In allen touristischen Zentren gibt es zudem Campingplätze.
  • Gut 50 Kanuverleiher in Burg, Leipe, Lehde, Lübbenau, Lübben und Schlepzig bieten eine breite Palette an Mietbooten. Einige Verleiher bieten auch organisierte Touren.

Tourenvorschlag:

Wasserlabyrinth Spreewald
Länge: 43 km, Dauer: 2 Tage
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Erlebnispaddeln im UNESCO Biosphärenreservat Spreewald
Länge: 100 km, Dauer: 6 Tage
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